🔥🔥🔥BREAKING: Ypsomed-Chef, FDP-Nationalrat und Milliardär Simon Michel investiert gemeinsam mit dem rechten Tech-Milliardär Peter Thiel in einen Stadtstaat.
Er sei einer der ersten Investoren in Próspera, bestätigt er auf Anfrage.
Betrieben wird die Privatstadt von der US-Firma Honduras Próspera Inc.
Im Fall von Próspera sieht das so aus: Der private Stadtstaat verfügt über einen Einwohnerrat mit neun Mitgliedern, der das Gebiet regiert. Vier dieser Mitglieder werden von der Firma Honduras Próspera Inc. bestimmt. Vier weitere werden von den Einwohnern gewählt, davon zwei von den Grundeigentümern, deren Stimmrecht sich am Landbesitz misst. Das letzte Mitglied wird vom Rat selbst gewählt.
«Es ist ein Dreiklassenwahlrecht wie aus dem 19. Jahrhundert», sagt Andreas Kemper, Autor und Soziologe, der über die Privatstädte-Bewegung geforscht und publiziert hat. Er findet solche Projekte beunruhigend. «Sie sind eine Kampfansage an die Demokratie», sagt er. Das Argument, die Teilnahme sei freiwillig, lässt er nicht gelten. «Die Promotoren dieser Privatstaaten wollen sie auf möglichst viele Orte ausweiten, auch auf Deutschland.» Und wenn sie in diesen regulierungsfreien Zonen AKW bauten oder gentechnisch veränderte Lebewesen freisetzten, könne das Schaden anrichten, der weit über diese Privatstaaten hinausreiche.
Dass FDP-Nationalrat Simon Michel in diesem Netzwerk auftaucht, ist überraschend. Seine politischen Positionen lassen kaum auf libertäre Überzeugungen schliessen, ausser vielleicht seine Unterstützung für die SRG-Halbierungs-Initiative. So setzte er sich für Subventionen für die Stahlindustrie ein, forderte eine höhere Unternehmenssteuer, um die Armee zu finanzieren und kämpft für die neuen bilateralen Verträge mit der EU. Das sind alles Positionen, die hartgesottene Libertäre zum Erschaudern bringen würden. Neulich prangerte er auf X auch «zwei neoliberal-libertäre Herren» an, «die sich immer wieder gegen unsere Institutionen aussprechen». Anlass war eine Schrift gegen die bilateralen Verträge, die Ex-Bankier Konrad Hummler und Ex-Avenir-Suisse-Direktor Gerhard Schwarz ans Parlament geschickt hatten.
Es wäre interessant zu erfahren, wie Simon Michel das alles erklärt – und was er über die demokratiefeindlichen Aussagen von Exponenten der Privatstadtbewegung denkt. Nach einem ersten Gespräch mit der Republik antwortete der FDP-Nationalrat aber auf entsprechende Fragen nicht mehr, weder via Mail noch per Textnachrichten. Auch nahm er von der Republik keine Anrufe mehr entgegen, obwohl er in der gleichen Zeit gegenüber anderen Medien Auskunft über aktuelle Ereignisse gab.
Es bleibt also das Geheimnis von Simon Michel, warum er als FDP-Nationalrat und als Geschäftsmann auf nationaler Ebene eine staatstragende und grundsätzlich moderat freisinnige Politik betreibt – auf internationaler Ebene aber gemeinsam mit Tech-Milliardären aus dem Silicon Valley einen libertären und antidemokratischen privaten Stadtstaat finanziert.
https://www.republik.ch/2026/07/16/schweizer-nationalrat-investiert-mit-peter-thiel-in-privaten-stadtstaat